19. November: Welttoilettentag

zur Übersicht

Am 19. November ist Welttoilettentag. Das ist allerdings nicht nur ein Anlass zum Schmunzeln, denn für einige kommt der Weg auf das stille Örtchen auch zu spät.

AdobeStock_-©Anchalee---stock.adobe.com-268847293

Manchmal läuft nachts die Blase bei Kindern einfach unbemerkt über und am nächsten Morgen kommt das „nasse“ Erwachen. Wenn Kinder über 5 Jahre mindestens zweimal pro Monat im Schlaf einnässen spricht man von Bettnässen. Der Fachausdruck dafür ist Enuresis nocturna.

Bettnässen ist eine recht häufige Erkrankung, etwa 15 % der Fünfjährigen nässen nachts ein. Dennoch ist Bettnässen in unserer Gesellschaft ein Tabuthema und wird oftmals verschwiegen. Für viele Kinder und Eltern stellt es eine große Belastung dar, was in weiterer Folge zu erheblichen psychischen Problemen führen kann. Daher ist eine frühzeitige Behandlung besonders wichtig.

Als ersten Schritt sollte man einen Facharzt aufsuchen, damit Harnwegsinfekte oder organische Störungen ausgeschlossen werden können.

Um Bettnässen erfolgreich zu behandeln ist es notwendig, ein besonderes Augenmerk auf das Trinkverhalten zu legen. Die Flüssigkeitszufuhr soll tagsüber erfolgen und abends vor dem Schlafen gehen nach Möglichkeit darauf verzichtet werden.

Sollte das noch nicht zum gewünschten Effekt führen, kann ein Kinderfacharzt oder Urologe auch Medikamente verschreiben, die spezifisch die Harnproduktion eindämmen. Bei regelmäßiger Einnahme wird die Harnproduktion vor allem in der Nacht verringert, sodass die Blase diese Menge leichter halten kann. Dabei handelt es sich aber keinesfalls um eine Dauertherapie. Wenn der gewünschte Erfolg erzielt wurde, können die Medikamente nach Absprache mit dem Arzt langsam wieder abgesetzt werden.

 

zur Übersicht