Sommerzeit ist Mückenzeit

zur Übersicht

Nach langem Warten ist er endlich da, der Sommer. Grillen im Garten, laue Abende auf dem Balkon genießen und am See entspannen, wäre da nicht immer wieder dieses unheilvolle Summen! Sommerzeit ist leider auch Mückenzeit.

Muecke_9894b022da

Nur die Mückenweibchen stechen

Die Mückenweibchen benötigen Eiweiß für die Entwicklung ihrer Eier, welche dann nach der Befruchtung auf Wasseroberflächen von stehenden Gewässern, wie Sümpfe, Seen oder Teiche gelegt werden. Die Mückenmännchen hingegen sind Vegetarier. Dieses Eiweiß bekommen die Weibchen nur, wenn sie bei Menschen und Tieren Blut saugen.
Die Mückenweibchen werden nicht, wie häufig vermutet, von „süßem“ Blut angezogen, sondern vielmehr von Milchsäure und anderen Stoffwechselprodukten in unserem Schweiß.

Einige Präventivmaßnahmen gegen Mückenstiche

Mückennetz und Mückengitter

Ein Mückennetz vor Fenstern und Türen hilft dabei, dass sich die Stechmücken nicht so einfach Zugang zu Ihren vier Wänden verschaffen können. Wer zusätzlich noch auf Nummer sicher gehen möchte, kann auch ein Mückennetz über dem Bett anbringen. Vermeiden Sie allerdings ein Mückennetz mit mehreren Eingängen, da sich vielleicht doch ein Schlupfloch für die Plagegeister ausfindig machen lässt.

Schweiß lockt Mücken an

Der Geruch von Schweiß zieht die Stechmücken magisch an. Duschen Sie deshalb unmittelbar nach dem Sport, wechseln Sie die Kleidung und genießen erst dann den Abend unter freiem Sternenhimmel.

Tragen Sie helle, lange Kleidung

Wenn Sie sich abends in der Nähe von Wäldern oder Seen aufhalten, tragen Sie helle, lange Kleidung, da sich das Stichrisiko an solchen Orten erhöht. Achten Sie darauf, dass die Kleidung nicht zu eng sitzt und nicht zu dünn ist, da die Mücken einfach durch die Kleidung durchstechen können.

Entfernen Sie potentielle Brutmöglichkeiten für Stechmücken

Die Mückenweibchen legen ihre Eier ausschließlich in stehenden Gewässern ab, das kann auch ein vergessener, mit Wasser gefüllter Eimer sein. Achten Sie deshalb darauf, ob sich in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon mit Wasser gefüllte Gefäße befinden und entleeren Sie diese regelmäßig, damit die Larven der Stechmücken keine Überlebenschance haben.

Tipps bei Mückenstichen

Wenn Sie dennoch von den Mücken nicht verschont wurden, helfen Ihnen folgende Tipps:

Nicht kratzen!

Mückenstiche sind nicht nur enorm unangenehm, sondern können sich auch entzünden. Deshalb ist es wichtig, dass man den Stich nicht aufkratzt, denn das ist oft die Eintrittspforte für Bakterien und Viren, sodass sich die betroffene Hautstelle entzünden kann. Der Juckreiz wird durch den körpereigenen Botenstoff Histamin hervorgerufen. Histamin wird produziert, um das eiweißhaltige Sekret zu bekämpfen, das beim Stich von der Mücke injiziert wird.

Was hilft gegen den Juckreiz bei Mückenstichen?

Besonders zu empfehlen sind Gele mit einem antiallergischen Wirkstoff, die auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden. Da man auf keinen Fall kratzen sollte, helfen solche Präparate den Juckreiz zu lindern, damit sich die Haut erholen kann.

Bei großen Schwellungen und Entzündungen

Wenn sich ein kleiner, harmloser Mückenstich, besonders im Kopf- oder Halsbereich zu einer großen Schwellung oder Entzündung entwickelt, sollten Sie dringend einen Arzt aufsuchen.

150501T_iStock_000004059123Large_e24e1b103c

zur Übersicht